Samstag, 30. Mai 2009

The Ugly Parade

Die USA haben ihren schlanken Barack und seine modebewusste First Lady. In Italien laufen 18 jährige Schülerinnen ihrem Ministerpräsidenten hinterher. Auf der Insel schafft es das ansehnliche Prinzenpaar Harry und William regelmäßig in bunte Teenie-Blättchen und sogar dieser lustige Franzose lässt sich seit Jahren von einem Supermodel den Zapfen streichen. Wir Deutsche haben Thorsten Schäfer-Gümbel, Kurt Beck, und Roland Koch. Da stößt Alkohol doch an die Grenzen seiner Möglichkeiten.

Aber Moment, darf man die Hässligkeit unserer Abgeordneten überhaupt zum Thema machen? Oder ist das gemein und diskriminierend? Gibt es einen Grad von Hässligkeit, ab dem das okay - oder sogar Pflicht ist? Schließlich gibt es Politiker, die, wenn die Kuh inhaltlich nicht kalbt, zumindest mit ihrem bizarren Aussehen die Aufmerksamkeit der Wählerschaft wecken möchten. Nun beherbergt die CSU einen Mann - wer sonst, möchte man fragen - dem diese Taktik gerade zu auf den Leib geschnitten ist. Eine einmalige Kombination aus angeborener- und selbstverschuldeter Hässligkeit, sowie eines ausgezeichneten Kompensationstalents für Inkompetenz lässt Bernd Posselt auf Platz Eins meines "Abgeordneten-From-Hell-Rankings" schießen.

Das ist übrigens das gleiche clevere Kerlchen, von dem Gabriele Pauli zur "Türken-Gabi" umgetauft - und US-Präsident Barack Obama vorgeschlagen wurde, die Türkei als 51. Bundesstaat aufzunehmen.
Dieser Stern des bayrischen Polithimmels möchte nur allzu gerne bei der anstehenden Europawahl wiedergewählt werden und weiter über Brüssel leuchten. Damit ist auch klar, warum Deutschland beim Grand Prix d`Eurovision ständig so mies abschneidet. Was müssen unsere europäischen Nachbarn von uns denken, wenn die bekanntesten Deutschen im Europaparlament Edmund Stoiber und Bernd Posselt heißen? Der eine stottert, der andere frisst das Buffet leer. Wenn du dann noch aussiehst, wie du aussiehst, kriegst Du automatisch nur die Freaks zum Freund. Wie in der Schule damals.

Vielleicht ist die Wiederwahl des Posselchens aber das Beste, was uns passieren kann. Sonst müssen wir uns am Ende noch in unseren eigenen Grenzen mit dem Breikopf rumplagen. Und sein wir ehrlich, wir haben auch ohne unsere nach Brüssel abgeschobenen EU-Stars genügend fragwürdige Gestalten zur Auswahl.

Montag, 25. Mai 2009

Schäfchen zählen 2.0

Wer nicht schlafen kann soll Schafe zählen. Einige Hirten von der Insel hatten mit dem knuffigen Wollgetier mehr vor und machten kurzerhand blinkende LED-Kunstobjekte aus ihnen. Einschlafen ausgeschlossen! Aber mal ehrlich. Wir spielen Pong mit leuchtenden Schafen. Wer wundert sich da noch, dass Außeridische bislang einen großen Bogen um unseren Planeten gemacht haben?

Sonntag, 24. Mai 2009

日本、私達はここに来る...oderso

Wenn Du diese Zeilen liest bin ich vermutlich schon auf dem Weg in ein Hochsicherheitsgefängnis der USA. Warscheinlich blinken wegen der komischen Schriftzeichen schon irgendwelche roten Lämpchen wie wild. Da könnte ja wer weiß was stehen. Stimmt. Ich weiß auch nicht genau, was da nun eigentlich steht. Ich hoffe irgend etwas in Richtung "Japan - here we come!". Wenn nicht, ist der Yahoo!-Übersetzer schuld.

Aber genug davon. Eigentlich sollte dieser Beitrag von Urlaub handeln. Meinem Urlaub. Und genau den wollte ich Gestern buchen. Urlaub bedeutet für mich: Weg. Weit weg wenn möglich. Wohin, wo mir Niemand unaufgefordert seine Lebensgeschichte erzählt. Dahin, wo ich durch die Straßen schlendern kann, ohne von eingebildeten BWL-Abbrechern erklärt zu bekommen, warum Sie cool sind und ich nicht. Und wenn doch, möchte ich die Vollidioten wenigstens nicht verstehen. Dann kann ich denen im Zweifelsfall einfach 10 Cent in ihr Becherchen werfen und weitergehen.

Welche Länder erfüllen die Kriterien?. Mexiko, China und Japan. Mexiko ist grad nicht so meins. China ist [ZENSIERT]. Außerdem gibts` in Japan lecker Essen. Japaner sind sowieso super. Stets freundlich, sehen immer lustig aus. Denen kann man einfach nicht böse sein. Du kannst Schuld an der Vernichtung der Erde sein. Der Japaner wird dich immernoch mit einem freundlichen Lächeln begrüßen - nur damit Du dein Gesicht nicht verlierst. In Deutschland brauche ich einen Baggea-Buxen-Träger nur schief anzuschauen und mein Gesicht wird danach nicht mehr wiederzuerkennen sein. Ich möchte also einen Flug von Frankfurt nach Fukuoka buchen. Ich als durchschnittlich intelligenter Mensch stelle es mir nicht sonderlich schwierig vor, eine Verbindung zwischen zwei bekannten Fixpunkten herzustellen. Sämtliche Online-Reiseportale waren da anderer Meinung und zeigten mir mit freundlichen Fehlermeldungen den Finger. Wir fliegen zum Mond. Aber Maschinen bauen, die Verbindungen von A nach B herstellen können, können wir nicht.

"Es tut uns Leid, auf Grund von technischen Problemen steht dieser Flug derzeit nicht zur Verfügung". Da haben wir es wieder. Das neueste Allgemein-Plätzchen der Internetepoche. Technische Probleme. Das kann ja jetzt alles sein. Ein kaputter Kugelschreiber. Eine durchgeschmorte Leitung. Vielleicht hat ein Praktikant einen falschen Knopf gedrückt. Im Klartext kann ich meinen Urlaub aber nicht buchen, weil ein Onlinereisebüro die Funktion ihrer Webseite, mit der es sein Geld verdient, nicht anständig vor offenbar nicht allzu unoft auftretenden Fehlern schützt. "Es tut mir Leid, aber auf Grund von technischen Problemen kann die Stochastik-Klausur momentan nicht gelöst werden." Ich bin gespannt was mein Dozent in diesem Moment mit mir machen würde. "Versuchen Sie es doch bitte später nochmal" wäre aber wohl nicht dabei.


Nachdem ich den "weiter-Button" oft genug penetriert hatte, war ich endlich für China-Eastern Flug MU220 reserviert. Mein Onlinefrust verflog und es packte mich die Reiselust. Mit was fliege ich da eigentlich, wollte ich Depp wissen. Bevor ich die Fotos sah war meine größte Sorge, ich würde in Japan auf Grund von mangelnden Essstäbchen-Fertigkeiten verhungern. Heute weiß ich, Asiaten essen mit den Dingern, weil ihre Flugzeuge dicke Menschen nicht aushalten. Es gab übrigens noch ein Paar schlimmere Bilder. Die wollte ich meiner fragilen Persönlichkeit aber nicht zumuten. Allerdings fragte ich mich, was wohl passieren müsste, damit China-Eastern einen Flug wegen technischer Probleme streicht.

Sonntag, 17. Mai 2009

Mit Scheiße Geld machen

Klingt super populistisch oder? Und hat ja auch funktioniert, sonst würdest Du das hier garnicht lesen. Ätsch! Jedenfalls ist es tatsächlich so, dass es in Deutschland bezahlte Menschen gibt, die im ganzen Land verstreut in Pferdedung rumwühlen, um festzustellen, ob da ein Nutz- oder ein Reitpferd hingeäpfelt hat. Ganz ehrlich, da fallen mir genügend andere Verwendungszwecke für Steuergelder ein.

Dahinter steht ein lustiges EU-Steuergesetz, das die Verwendung von Rennpferdedung als Dünger untersagt und demnach mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19% belastet. Die rektalen Produkte von Nutzpferden hingegen genießen einen steuerlichen Vorteil und kommen mit schon 7% MwSt. aus, das Zeug darf man ja auch als Dünger verwenden. Ist doch logisch, oder?

Den gleichen Hintergrund hat auch die traditionelle Frage bei McDonald`s: "Zum Hieressen oder zum Mitnehmen?". Verzehrt man seinen viel zu kleinen Burger für viel zu viel Geld an Ort und Stelle fallen für Junkfoodistan der volle Mehrwertsteuersatz von 19% an. Nimmt man das Essen aber mit - muss McDonald`s weniger Steuern zahlen. Der Preis für den Verbraucher ändert sich bekanntlich nicht ;) Wer also Lust hat das goldene M ein wenig zu subventionieren, weiß jetzt wie er das anstellen kann.

Mein Vorschlag wäre das Gehalt für deutsche und EU-Beamte zu vervierfachen. Aber nur unter der Bedingung, dass sie dann überhaupt nichts mehr machen. Einfach zurücklehnen und frei feiern. Das spart Millionen.

Europaqual

Da flattert mir Gestern so ein weißer, unscheinbarer Zettel ins Haus. Steht drauf "Wahlberechtigung für die Europawahl 2009". Ihhgittigitt. Wählen, das hegt bei mir immer so ein ungemütliches Gefühl in der Magengegend. Was soll man denn bitteschön Heute noch mit gutem Gewissen wählen? Warum haben wir denn eigentlich das letzte Mal gewählt? Weil der Schröder ein besseres Jobangebot aus Russland hatte? Bitte, hätte er doch einfach was sagen können: "Sorry Leute ich hab da was Besseres." "Okay", hätten wir gesagt: "wir auch, sieh zu, dass du Land gewinnst.". Da kannten wir die Merkel ja noch nicht näher. Wenn sie dann so da steht, wie sie immer so da steht. Und wahrscheinlich genauso gespannt ist, was sie gleich sagen wird, wie ich.

Momentan laufen ja auch überall diese lustigen Wahlwerbefilmchen. Teilweise von Parteien, die kein Mensch kennt. Wenn dann eine Werbung für "Die Frauen" in der Halbzeitpause eines Fußballspiels ausgestrahlt wird, muss ich mich darüber allerdings auch nicht wundern. Da war wieder ein ganz geschickter Marketingfachmann am Werk. Super sind auch die neuen Wahlplakate der SPD. Sie wissen schon, das sind die lustigen Kerlchen mit den Comics. Jetzt wird schon nicht mehr Werbung für die eigene Sache gemacht - sondern die Konkurrenz mit flotten Sprüchen angegriffen. Ein bisschen wie Uli Höneß gegen Ralph Rangnick in der Bundesliga. Am Ende hat auch da wieder der Würstchenuli gewonnen, weil der immer gewinnt.

Man soll ja immer das geringere Übel wählen. Ja ja das weiß ich doch auch. Wenn man es denn dann auch bekommen würde. Entäuschend ist nur, dass das Kleine in aller Regel das große Übel hinter sich herschleppt. Quasi als Polit-Sparabo. Das trifft dann häufig auch inhaltlich zu. Glauben Sie nicht? Erinnen Sie sich doch mal an unser aller Lieblingsweinkönigin Kurt Beck, als er wolllustig heraus posaunte, dass man doch jetzt linke Themen angehen wolle, ohne aber einen Linken Pfad einzuschlagen. Achso. Toll! Das erinnert mich daran, wie ich Gelegenheiten zum Stochastiklernen freundlich zuwinke, wenn sie an mir vorbeiziehen.

Kreuzchen machen geh` ich natürlich trotzdem. Genau wie bei Höneß gegen Rangnick ist es schließlich immernoch meine Entscheidung welche Farbe mein Fan-Trikot hat.

Samstag, 16. Mai 2009

kommt noch!

Kommt noch, glaube ich. Falls nicht, nicht mir die Schuld geben. Ich bin nur ein Text.

Hören sie bitte auf, mich zu belästigen.